Rostocker Inspirationen Teil 2: „Raum für Ideen und Innovation schaffen“ – Im Gespräch mit @Work-Gründer Tino Schößner

In der Deutschen Med am Schröderplatz wird derzeit fleißig gebaut: Am 1. April soll hier im ersten Stock auf knapp 1000 qm ein „Flexible Workspace“ eröffnet  werden, die Antwort für alle Platz und Inspiration suchenden Gründer*innen in Rostock. @Work, so der Name des im Juli 2018 gegründeten Unternehmens, bietet zukünftig mehr als nur einen klassischen Ort zum Arbeiten an. Durch großzügige Lounges und Coworking Spaces, Tischkicker, Gemeinschaftsküche und Konferenzräume ermöglicht @Work ein sowohl individuelles als auch kooperatives Arbeiten. „Hier können sich Teams austauschen, gemeinsam neue Ideen diskutieren und networken, aber auch professionell Kunden empfangen“, beschreibt Gründer Tino Schößner die Vorteile, die @Work bietet. Durch eine monatlich kündbare Mitgliedschaft können Interessierte das Modell testen und ihren Bedürfnissen anpassen.

Tino Schößner und sein Geschäftspartner Lars Buchfink reagieren mit ihrem Geschäftsmodell vor allem auf die fehlenden Angebote für zeitgemäße Raumbedürfnisse von Unternehmen und für digitale Start-Ups. „Es ist schwer, passende Räumlichkeiten mit einer guten Anbindung und repräsentativen Adresse in Rostock zu finden“, berichtet Tino Schößner, „Auch Möglichkeiten zur Vernetzung von verschiedenen Start-Ups, gemeinsamer Ideenentwicklung und Austausch gibt es so noch nicht in Rostock. Das wollen wir anbieten, und zwar zu flexiblen Konditionen.“ Wer ab April bei @Work einen Schreibtisch mietet, bekommt einen Rundum-Service geboten, inklusive Internetzugang, Kaffeebar und Networking-Events. Es ist aber auch möglich, Büros oder Konferenzräume nur tageweise anzumieten.

Die Büros werden mit Glas abgetrennt, das Raumkonzept sieht die intensive Nutzung von Tageslicht vor, um eine helle und offene Atmosphäre zu gestalten.  „Der Arbeitsplatz soll auch ein Wohlfühlort sein, an dem man sich gern aufhält und Raum für Kreativität hat“, erklärt Tino Schößner. Mit diesem Geschäftsmodell kehrt er nach zehn Jahren in der Berliner Start-Up-Szene in seine Heimatstadt Rostock zurück. Aus Heimatverbundenheit, aber auch, weil er in Rostock viel Potenzial für Gründer*innen sieht. „Rostock braucht kein kleines Berlin zu werden. Rostock muss als Standort für Start-Ups seinen eigenen Weg finden“, fordert er, „Noch fehlt es an Angeboten und Räumen für Menschen, die sich in der Anfangsphase ihrer Start-Ups befinden oder flexibel wachsen wollen. Da kommen wir ins Spiel und füllen diese Lücke.“

Was nach einer folgerichtigen Antwort auf die Bedürfnisse von Jungunternehmer*innen klingt, war am Anfang nicht einfach zu realisieren. „Ohne die Hilfe unserer Berater von Rostock Business wäre es schwer geworden“, erzählt Tino Schößner, „Auch der Vermieter der Deutschen Med, die Firma Yasmin Sari Deppe Immobilien und nicht zuletzt die Hypo-Vereinsbank haben an uns geglaubt und uns unterstützt. Ohne diese Partner stünden wir jetzt nicht hier.“ Menschen, die überlegen, in Rostock ein Unternehmen zu gründen, empfiehlt er, frühzeitig Kontakt zur Rostock Business aufzunehmen und sich intensiv mit Finanzierungsmöglichkeiten zu beschäftigen: „Viele Förderprogramme für Gründer*innen sind sehr unflexibel. Da muss es Alternativen geben, gerade für Konzepte, die sich keinem klassischen Programm zuordnen lassen.“

Bislang sind 20% der Fläche bereits vermietet, täglich kommen neue Anfragen herein. „Wir sind optimistisch, dass wir bereits zur Eröffnung im April die Hälfte der Büros vergeben können“, freut sich Tino Schößner. Wer sich genauer informieren oder zur Eröffnung anmelden möchte, besucht einfach die Website:  www.atwork-space.de